Monatlicher Mini Blog

Jeden Monat findest du hier von nun an kleine Tipps, die du in deinen Alltag integrieren kannst, Infos über Yoga, oder etwas, dass mir am Herzen liegt Euch mitzuteilen. 

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August 2020 - Herz oder kopf?

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Auf was hörst du – Herz oder Kopf?

Jeder kennt diese Situationen, in denen man eine Entscheidung treffen muss und es nicht kann. Das Herz sagt das eine und der Kopf sagt etwas anderes. Welche Sorte von Mensch bist du – folgst du deinem Herz, also deiner Intuition und inneren Stimme, oder folgst du deinem Verstand und triffst Entscheidungen ganz rational? Bist du ein Mensch der Pro- und Contra-Listen macht?

Ich finde diese Entscheidungen immer sehr schwierig. Bei mir sagt das Herz meist zuerst das eine und dann beginnt man zu grübeln und der Verstand mischt sich ein und sagt womöglich etwas anderes. Sich zu entscheiden auf was man hört ist wirklich schwierig dann. Dann spricht man mit Freunden und Familie darüber und dann wird häufig die innere Stimme total unterdrückt und die Zweifel an der Intuition werden immer größer. Man bemerkt wie sich eine Schwere in einem ausbreitet und man das eine machen möchte, es nicht zu tun auf einmal aber klüger erscheint.

Aber seien wir mal ehrlich, es ist schon ein Wunder, dass viele von uns die innere Stimme überhaupt noch wahrnehmen, obwohl der Verstand und die Außenwelt so „laut“ geworden sind in der heutigen Zeit. Wir wurden erzogen rational zu handeln und Entscheidungen auf Basis von Fakten zu treffen. Wir wurden erzogen uns anzupassen und die allgemein akzeptierten Lebensziele zu verfolgen – Ausbildung, Job, Heirat, Kinder, etc. Aber was, wenn man glücklicher wäre mit einer „irrationalen“ Entscheidung, weil wir eben nicht alle gleich sind und durch die gleichen Dinge glücklich werden?

Was der richtige Weg ist weiß man meist erst, wenn man ihn gegangen ist und scheitern ist auch nicht immer falsch, weil man viel lernen kann. Wir alle sollten mehr auf unsere Gefühle achten und diese laut aussprechen, die Intuition nicht unterdrücken, sondern zuhören! Vielleicht Intuition und Verstand mal andersrum verbinden – nicht die Intuition innerlich überzeugen, dass der Verstand recht hat, sondern einen Plan machen, wie auch der Verstand der inneren Stimme folgen kann. Mache dir einen langfristigen Plan, wie du deiner inneren Stimme folgen kannst und dein Verstand zustimmt. Ein Plan der Stück für Stück das umsetzt, was dich innerlich ruft, was dich Stück für Stück glücklicher macht. Etwas was dich du selbst sein lässt, ohne gesellschaftlichen Druck.

Yoga und Meditation hilft mir im hektischen Alltag die innere Stimme wahrzunehmen und in mich hinein zu spüren. Finde einen Weg deine innere Stimme und deine Sehnsüchte wieder wahrzunehmen.

Juni 2020 - 90 Tage Journaling 

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Vor etwa drei Monaten habe ich mit dem Journaling begonnen, obwohl ich große Zweifel hatte, ob das was für mich ist. Sehr oft sehe ich auf Instagram Beiträge zum Journaling und die Vorteile, aber richtig Sinn hat es für mich nicht ergeben. Nach einem Gespräch mit Lisa (Lisa Yoga Berlin) habe ich gedacht, ich versuche es einfach mal. Sie hat mir erklärt, dass es helfen kann den Kopf zu leeren, indem man die Sachen einfach runterschreibt. Bei mir ist das insbesondere die to-do-Liste. In diesem Blogbeitrag möchte ich meine Erfahrung mit euch teilen.

Es gibt verschiedene Journals und falls ihr es auch probieren möchtet, solltet ihr erst überlegen welche Art von Journal euch gefallen würde (bspw. Dankbarkeits-Journal, Erfolgs-Journal, Bullet-Journals, Art-Journal, oder eine Mischung verschiedener Arten). Ihr könnt auch ein leeres Notizbuch oder einen Kalender kaufen und ein eigenes Journal kreieren. Mein Journal ist ein 90-Tage-Erfolgsjournal im Bullet-Journal Stil. Und als ich es gekauft habe wusste ich ehrlich gesagt über all das nichts. Aber instinktiv habe ich das Richtige für mich gewählt, denn ich wusste es war mir wichtig tägliche to-dos aufzuschreiben.

Als das Journal ankam war ich sehr begeistert, denn es enthält viele Tipps und Seiten auf denen ich meine Ziele definieren kann und aufschreiben kann, wo ich derzeit stehe. Zudem trägt man jeden Tag Dinge ein, für die man dankbar ist und etwas, dass man nur für sich tut. Meine Ziele aufzuschreiben gab mir wirklich einen Kick an ihnen zu arbeiten, sie wurden dadurch viel präziser und klarer. Vor allem habe ich jeden Tag etwas für meine Ziele getan. Was mir noch sehr hilft ist tatsächlich wie Lisa es gesagt hat, die to-do-Liste schreiben. Alles was aufgeschrieben ist, muss ich mir nicht merken und ich wollte es ja nicht glauben, aber es funktioniert. Mein Kopf ist leerer und dieses konstante „geplapper“ der Gedanken ist ruhiger, denn ich habe es strukturiert.

Als Yogalehrerin nehme ich mir eh viel Zeit für mich selber, da ich weiß wie wichtig das ist. Das ist bei euch aber vielleicht anders und mit Kindern ist beispielsweise eure eigene Zeit vielleicht auch etwas knapper bemessen. Sich hier kleine Dinge einzutragen und sich etwas Zeit für sich zu nehmen und vor allem einzuplanen kann sehr hilfreich sein, auch wenn ihr nur fünf Minuten einplanen könnt. Es ist schön zu sehen wie viele Dinge es gibt, für die man dankbar ist, sodass ich diese kleine Zeile in meinem Journal sehr gerne befüllt habe.

Einer meiner Gründe zur Ablehnung eines Journals war bisher der Zeitfaktor. Ich brauche aber keine fünf Minuten, um mein Journal täglich zu befüllen. Die Festlegung der Ziele etc. hat natürlich etwas länger gedauert. Ich schreibe gerne morgens in mein Journal, aber ihr könnt den Zeitpunkt selber wählen. Es geht wirklich schnell und die Zeit lohnt sich. Manche Arten des Journaling brauchen ggf. etwas mehr Zeit, aber dafür wählt man ja individuell, was für einen das Richtige ist.

Ich habe die 90 Tage genossen und konnte am Ende meine Fortschritte anhand des Journals ablesen. Ich konnte eine neue Routine etablieren und diese anhand des Journals überwachen. Insbesondere die tägliche to-do-Liste hat mir sehr geholfen. Daher werde ich genau diese weiterführen und jeden Tag kurz meine to-dos aufschreiben. Ich werde anhand des Journals meine Ziele weiterhin definieren/ präzisieren und schauen wo ich stehe bzw. was ich ändern muss. Da ich mir viel Zeit für mich nehme und oft Dankbarkeits-Meditationen mache, brauche ich diesen Teil nicht so dringend, aber vergessen sollte man diese Dinge nicht.

Ich hoffe, dass auch Du nun Lust bekommen hast einmal ein Journal auszuprobieren und ebenso Vorteile erkennst.

Yoga-Jessy

April 2020 - Positives Mindset in Zeiten von CoronA

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In Zeiten von Corona haben wir sicher alle das ein oder andere, dass weggebrochen ist oder einfach total anders ist als bisher. Von Jobverlust über Kinderbetreuung oder einfach nur nicht wie gewohnt rausgehen zu können. Bei mir ist es das Verbot Yoga zu unterrichten inkl. der Absage meines ausgebuchten Handstand Workshops sowie die Absage des Yoga Festivals in Wien, auf dem ich unterrichten sollte. Kurz gesagt: gleich nach Beginn der Corona-Pandemie war mein Yoga-Leben auf den Kopf gestellt. Ehrlich gesagt musste ich am Anfang erstmal schauen, wie ich damit umgehe.

Geholfen hat mir nicht die Einzige zu sein die in einer neuen Situation ist, es einige in der aktuellen Situation noch viel schwerer haben und ich eigentlich noch Glück gehabt habe. Tag für Tag habe ich geschaut, was ich positives aus der Situation ziehen kann – und hier sind meine Tipps:

  • Wenn du nicht wie gewohnt arbeiten kannst oder weniger, dann hast du mehr Zeit für dich und kannst vielleicht einfach mal etwas Ruhe genießen trotz der Situation. Bei mir ist es extra viel Yoga und tägliche Meditation. Insbesondere die Meditation hat mir Ruhe gebracht und geholfen alles etwas zu sortieren - hier reichen schon 5 Minuten. 
  • Mehr Zeit mit deinen Liebsten im eigenen Haushalt verbringen. Ich habe so viel Zeit mit meinem Freund und das genieße ich sehr. Vielleicht ist es bei euch auch der Partner, die Eltern oder die Kinder. Ein bisschen Quality-Time für alle kann der Seele richtig guttun.
  • Pläne machen für die Zukunft. Überlege dir wie es weitergehen kann. Vielleicht ist das die Zeit für das Projekt, dass dir schon so lange im Kopf herum schwebt. Vielleicht hast du auch tolle neue Ideen oder Interessen. Kreiere neue Visionen oder arbeite die weiter aus, die schon da sind.
  • Wenn bei dir nun viel mehr los ist als vorher, Stichwort Home-Office und Kinderbetreuung, Home Schooling, etc. dann nimm dir jeden Abend oder Morgen 5 Minuten deinen Tag zu planen. Mach dir to-do Listen auf denen wirklich nur ganz notwendige Dinge stehen. Setze dir kleine Ziele, die du erreichen möchtest. Plane dir ebenfalls Zeit für dich selber und die Familie ein. Schaue auch jeden Tag ob du deine Ziele erreicht hast, wenn nicht dann analysiere die Gründe und schaue was du zukünftig anders planen kannst. 
  • Wenn ihr Sehnsucht nach Freunden und Familie habt, die ihr derzeit nicht sehen könnt, dann empfehle ich Video-Telefonate. Hierfür gibt es zahlreiche Apps, die die meisten eh schon auf dem Handy haben. Oder einfach nur telefonieren und Kontakt halten. Am Anfang ist es komisch, aber danach fühlt man sich viel besser und hat tatsächlich das Gefühl sich wieder näher zu sein. 
  • Achte auf deine Gesundheit mit einfachen Dingen. Vitamin D tanken. Geht einfach mal auf einen langen Spaziergang. Der beginnende Frühling hilft auch sich wieder besser zu fühlen und trägt zu unserer Gesundheit bei. Esse gesund und treibe etwas Sport. All das wirkt als Stimmungsaufheller und unterstützt dein Immunsystem.


Ich absolviere derzeit eine Online Weiterbildung als Rocket Yoga Lehrerin. Der Stil ist in Deutschland relativ unbekannt und die Weiterbildung steht schon länger auf meiner Wunschliste, wird in Deutschland aber nicht angeboten. Und dank der aktuellen Situation wird diese Weiterbildung nun Online angeboten. Das ist ein richtiger Glücksfall für mich und nun beginne ich dankbar zu sein, dass sich das Leben auch mal auf den Kopf stellt. 

Ihr könnt in jeder Situation auch etwas Positives finden. Die Einstellung und euer „Mindset“ sind hierfür ganz wichtig. Yoga kann hier einen wichtigen Beitrag leisten und helfen positiv zu denken. Denn man zieht das an was man denkt und dann denke doch lieber positiv und ziehe Gutes in dein Leben. 


Eure Yoga-Jessy

März 2020 - Gedanken über Selbstliebe und Selbstzweifel

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Obwohl wir uns selbst besser kennen als jeden anderen Menschen, kritisieren wir uns ständig und finden immer wieder neue Dinge, die wir nicht mögen und an denen wir zweifeln. Dabei sollten wir uns doch lieben, denn wohl oder übel müssen wir unser ganzes Leben mit uns selbst verbringen und sind selber die Person zu der wir die innigste Beziehung haben sollten. Wir sabotieren also selber die Möglichkeit auf die tiefste und schönste Liebesaffäre unseres Lebens. 

Wie kann man nun da herauskommen – Selbstkritik, Selbstzweifel, eigene Bedürfnisse zurückstellen, dem eigenen Körper gar nicht zu hören? Sich dem Bewusst werden! Das ist der erste Schritt. Jedes Mal, wenn man sich wieder selbst kritisiert, hinterfragt, sich nicht beachtet. Ziele setzen für viele Dinge im Leben ist das Zweite, denn mit einem klaren Ziel weiß man wo man hin möchte, wofür man Dinge tut (persönlich und beruflich) und wird achtsamer mit seinen Gedanken und Taten. Und ziemlich schnell wird man feststellen, dass Selbstzweifel und –kritik einen nicht weiterbringen und kontraproduktiv wirken. Und selbst wenn ich das große Ziel nicht erreiche, erreiche ich etwas auf dem Weg dahin, auf das ich stolz und wofür ich dankbar sein kann. 

Höre auf dich mit Anderen zu vergleichen! Vergleiche bringen nichts Gutes. Denn was du nicht siehst, ist was Der-/Diejenige dafür getan hat. Du weißt nicht was dieser Person liegt und was nicht, was ihr vielleicht einfach leicht fällt. Du weißt nicht wie viel Hilfe eine Person hatte, etc. Jeder von uns ist einzigartig, also wieso wurden wir zum Vergleich erzogen (Niemand vergleicht Äpfel und Birnen). Vergleichen macht uns unglücklich und trotzdem können wir nicht aus unserer Haut und haben das Verhalten bereits tief verinnerlicht. Versucht euch davon zu lösen und nur euch selber zu betrachten, denn das gesamte Bild habt ihr nur über euch selber!

Yoga kann dir helfen in dich hinein zu fühlen und Körper und Geist in Einklang zu bringen. Die Stille der Praxis hilft dir auf deinen Körper und auf dein Herz zu hören. Der Kopf kann abschalten, dominiert dich und dein Handeln nicht mehr und du kannst ganz du selbst sein. In der Stille findest du auch die Antworten für deine Probleme, denn die Antwort liegt bereits in dir, aber wenn der Kopf zu laut ist, kannst du sie nicht hören. 

Eure Yoga-Jessy

Februar 2020 - Tipps zum Umgang mit Stress

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Im Februar möchte ich gerne darüber Schreiben, wie ich mit Stress umgehe und euch ein paar Tipps geben. 

Ich bin im Moment selber in einer sehr stressigen Phase und habe viel auf meiner to-do-Liste. Was mir am meisten hilft ist eine Priorisierung der Aufgaben. Vieles ist gar nicht soooo wichtig wie es auf den ersten Blick erscheint und kann eventuell auch später gemacht werden. Ich frage auch aktiv um Hilfe, manche Dinge können von Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen, etc. übernommen werden. Etwas ganz wichtiges was ich gelernt habe, fragt um Verlängerung von Deadlines sofern das möglich ist - oft sind Leute entspannt etwas später zu erhalten. 

Wenn sich nichts verschieben lässt und wirklich alles zu erledigen ist, dann priorisiert die Aufgaben und macht bewusst kleine Pausen und öffnet das Fenster für frische Luft. Nehmt regelmäßig bewusst tiefe Atemzüge, um euer Nervensystem zu beruhigen und damit dem Stress entgegenzuwirken. 

Das Wichtigste: Seid euch bewusst, dass die stressigen Phasen auch enden und wieder mehr Ruhe einkehrt. Und auch während stressigen Phasen, solltet ihr euch Zeit für euch einplanen und die Zeit dann auch genießen und abschalten (Bsp. ein kleiner Spaziergang, eine Yogastunde, eine Meditation, was mit der Freundin kochen, etc.). 

Eure Yoga-Jessy